Kohlenmonoxid-Melder oder Rauchmelder?

Kohlenmonoxid-Melder oder Rauchmelder?

Brandrauchmelder sind bei einem akuten Brand gegenüber dem Kohlenmonoxidalarm im Vorteil, da sie eher und zuverlässiger melden. Kohlenmonoxid entsteht insbesondere bei Schwelbränden, die länger Zeit zur Flucht geben. Insofern kann ein CO Melder den Qualm-Alarm nicht ersetzen!

Kohlenmonoxid, kurz CO, ist ein besonders giftiges Gas. Es entsteht überall dort, wo etwas verbrannt wird. Solange der Abzug frei ist, besteht keine Gefahr. Können die Brandgase nicht richtig entweichen – etwa, weil eine Gastherme verdreckt ist oder der Abzugsschacht eines Kamins verstopft – wird es allerdings schnell und im schlimmsten Fall nachhaltig gefährlich. Schon wenige Atemzüge können lebensgefährlich sein! Damit dieser Fall nicht eintritt, sollen CO-Warngeräte warnen. Sie geben Alarm, sobald die Menge an Verbrennungsgasen, insbesondere Kohlenmonoxid, in der Raumluft über einen festen Grenzwert steigt.

CO-Melder im Haushalt

Während Rauchwarnmelder in Wohnungen weitverbreitet sind, sind Kohlenmonoxid-Melder eher die Ausnahme. Besonders sinnvoll sind sie, wenn es Feuerstätten in geschlossenen Räumen gibt – etwa Heizungen mit Verbrennungssystemen wie Gasthermen und Kamine.

Richtig platzieren!

CO-Melder brauchen nicht unbedingt vom Fachmann installiert zu werden. Sie müssen allerdings richtig platziert werden: Zum Beispiel in unmittelbarer Nähe des Abzugsschachtes einer Gastherme oder in direkter Nähe einer offenen Feuerstätte. Im Zweifelsfall übernimmt der Schornsteinfeger die Montage.

Die Geräte halten, je nach Modell, zwischen drei und zehn Jahre. Weil die Lebensdauer des Sensors beschränkt ist, muss das Gerät dann ausgetauscht werden. Fachleute raten zu Geräten mit fest verbautem Akku. Der Vorteil: Die Versuchung, die Batterien anderweitig zu benutzen entfällt. Da der Akku so lange hält wie das Gerät selbst, ist es immer betriebsbereit.

Grundsätzlich gilt:

Ein falsch verwendetes Gerät ist oft riskanter als keines. Eine RauchmelderBeratung durch die ortsansässige Feuerwehr oder Fachbetriebe ist stets empfehlenswert.